To-dos und kein Ende

Nach einem ereignisreichen Wochenende ohne Arzttermine (Perückenanzahlung, Frustkauf, Kino, Museumsbesuch, Spaziergänge, Abendessen) war heute wieder ein Tag, wo sich alles um die Krankheit drehte.

Zunächst hatte ich meine To-do-Liste geupdatet. Oh man, die wird einfach nicht kürzer, eher länger – obwohl ich so viel mache. Damnit.

Nun gut, nützt ja nix, da muss ich ran. Und bis zum Abend hatte ich drei To-dos erledigt, dafür sechs neue dazubekommen.

Ich? Schwerbehindert?

Zunächst bin ich in der Früh in die Beratungsstelle der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. gegangen. Der Termin war wieder sehr aufschlussreich und hatte diese Aufgaben zur Folge:

  • Schwerbehinderten Ausweis beantragen
  • Arztbrief einholen bzgl. der Behandlung zum Erhalt meiner Fruchtbarkeit
  • Kostenvoranschlag vom Zweithaarstudio holen
  • Mietkostennachweis per Mail nachreichen

Vor allem ging es in der Beratung um Zuschüsse zu Kosten meine Krankheit betreffend wie Freezing, Hormonspritze und Perücke.

Die Beratung war sehr gut. Ich habe mich verstanden gefühlt und den Eindruck vermittelt bekommen, dass ich hier die Unterstützung erhalte, die ich noch brauche.

Nur daheim bin ich dann am Antrag für den Schwerbehinderten Ausweis mit all seinen Merkzeichen gescheitert. Das versteh ich nicht alles. Also muss ich bei meiner Beraterin noch mal anrufen und um Hilfe bitten. Ein weiteres To-do also. Mmh. Außerdem mag ich mich noch nicht an den Gedanken gewöhnen, jetzt als behindert zu gelten. Mmh.

Mittags habe ich dann endlich meine Mutter angerufen, um den Fragebogen zum Gentest auszufüllen. Natürlich konnte ich meine Krankheit nicht verheimlichen und habe es ihr dann auch mitgeteilt. Sie war sehr schockiert, aber hat es dann doch mit Fassung getragen. Dazu muss ich erwähnen, dass ich kein sonderlich gutes Verhältnis zu ihr habe. Dazu ist in der Vergangenheit zu viel vorgefallen. Aber sie ist meine Mutter und sollte es wissen.

Ärztin will Eierstöcke resetten

Meine Ärztin bzgl. des Erhaltes meiner Eier hatte auch noch angerufen und von einem Behandlungsplan gesprochen, den ich so noch nicht kannte. Ich dachte, dass ich jetzt einfach die Spritze bekomme und mehr nicht geht. Sie wiederum meinte, dass auch noch Freezing ginge. Ja was denn nun? Also haben wir einen Termin für Dienstag 12 Uhr vereinbart. Und ich musste das Medikament für die Spritze in der Apotheke für Morgen bestellen: Enantone. Das soll ich dann wohl Morgen auch gleich verabreicht bekommen. Juchhu, herzlich Willkommen ihr Wechseljahre.

Am Nachmittag hat mir dann Linda einen Überraschungsbesuch abgestattet. Wenn das so weiter geht, stelle ich AirBnB bald ein und habe die Bude trotzdem voll, nur mit Freunden. Das kann man so aushalten, find ich. 🙂

Mit Linda war ich dann beim Hausarzt meine Blutergebnisse abholen. Anschließend waren wir noch in der Stadt einen Kalender kaufen. Ich mag das lieber alles handschriftlich und übersichtlich halten. Beim iPad weiß ich leider doch nicht so genau, ob ich mich da vertan habe oder ob etwas verschoben oder gelöscht wurde. Aufgeschrieben ist das besser, glaube ich.

Morgen wird’s dann wieder sportlich. Nicht nur das. Dann habe ich auch den Termin für das Gespräch wegen der Chemo …

 

 

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