Die Reiki-Studie

 

Heute bin ich Euch noch eine wichtige Info schuldig: Ich wurde am Dienstag in die Reiki-Studie aufgenommen – besser gesagt in die Reassure-Studie am Klinikum rechst der Isar.

Reassure = Reiki as supportive treatment during chemotherapy of breast cancer

Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit Reiki die Nebenwirkungen der Chemo bei Brustkrebspatientinnen wie mir abfedert bzw. die Lebensqualität verbessern. Die Wissenschaftler erforschen also, ob Reiki als Therapie während der Vergabe der Zytostatika sinnvoll ist.

Der Ärztin zufolge läuft die Studie seit Juni letzten Jahres und geht bis Dezember 2018. Insgesamt sollen 240 Patientinnen daran teilnehmen.

Das Beste an der Teilnahme: Ich habe es in die Reiki-Gruppe geschafft. Juchu! Die innerlich Freudensprünge hat mir die Ärztin gleich angesehen und sich mit mir gefreut.

Die Chancen, in diese Gruppe zu kommen, standen fifty fifty. Durch ein Zufallsverfahren (Randomisierung) wird jeder Teilnehmer entweder der Reiki- oder der Sport-Gruppe zugewiesen. Diesmal meinte es das Schicksal also gut mit mir. Oder hat da wer von den FFFFs gequantelt?

Da ich ohnehin viel Sport mache, wäre die Sport-Gruppe für mich weniger interessant gewesen. Zumal ich von Peter (er hat einen Gehirntumor) erfahren habe, dass ihm Reiki während der Chemo sehr geholfen hat. Andererseits finde ich es gut, Studien dieser Art zu unterstützen. So helfe ich mir selbst und auch noch der Medizin. Zwei Fliegen mit einer Klappe also.

Was ist Reiki und wie läuft die Studie?

Reiki ist ein Naturheilverfahren, das aus Japan stammt. Das Wort selbst bedeutet Lebensenergie. In der Praxis handelt es sich um eine Technik des Handauflegens, die tiefe Entspannung und Heilung verschaffen soll.

Alle Teilnehmer erhalten in den folgenden drei Tagen nach der Vergabe der Zytostatika eine Behandlung von 60 Minuten. Insgesamt sind es 18 Reiki-Anwendungen.

Während einer Behandlung berührt ein Reiki-Meister verschiedene Körperstellen. Das kann auch ohne direkten Körperkontakt erfolgen. Während einer Sitzung ist man zudem voll bekleidet.

Als Teilnehmerin der Studie muss ich vor der Behandlung einen Fragebogen ausfüllen – und danach. Beides anonym. Zusätzlich benötige ich einen Fragebogen bezüglich der jeweiligen Chemo. Darin werden der Lebensqualitäts-Ist-Zustand und Therapie-induzierte Nebenwirkungsprofile erfasst.

Reiki soll:

  • die Nebenwirkungen der Chemo mildern
  • die Selbstheilung stärken
  • innere und äußere Kraft geben
  • für Entspannung und einen guten Schlaf sorgen
  • gegen Stress resistent machen
  • die Lebensqualität verbessern.

Mein erster Termin ist am 10. Mai. Danach werde ich bestimmt schon etwas zu dem Verfahren und seinen Wirkungen sagen können. Ich bin jedenfalls gespannt und hoffe, dass mir die Chemo so weniger schlimm zusetzen wird.

Neben dieser tollen News kann ich leider nicht viel mehr berichten. Ich hatte noch ein MRT und ansonsten viele To-Dos zu erledigen. Heute war ich so kaputt von allem, dass ich am Nachmittag auf dem Sofa eingeschlafen bin.

Bis zum D-Day ist jetzt allerdings so gut wie alles organisiert: Medikamente sind auf dem Weg zu mir, die Betreuung ist organisiert, bis auf eine Untersuchung alle erledigt. Sonst gibt es nur noch Kleinkram, den ich dann am Freitag noch wegschaffen werde.

Nachtrag vom 17. Juni 2016:

Reiki tut mir unheimlich gut.

In der ersten Behandlung (10.Mai), also einen Tag nach der ersten Chemo, bin ich doch tatsächlich eingeschlafen und habe märchenhafte Dinge geträumt. Vor der Behandlung hatte ich starke Rückenschmerzen, die wohl durch das Rückenmark verursachte werden, das fleißig Leukozyten produziert. Gleich nach der Behandlung waren die Schmerzen etwas weniger. Am nächsten Tag waren sie verschwunden. Nach meinem ersten Reiki musste ich schnell heim. Ich war todmüde und wollte das gute Gefühl der Entspannung  mit ins Bett nehmen.

Meine zweite Behandlung bekam ich nach der zweiten Chemo. Also am 31. Mai. Diesmal bin ich nicht eingeschlafen sonder habe die ganze Zeit an schöne Dinge gedacht. Ich habe gespürt, wie mich wohlige Wärme an einzelnen Stellen der Berührung durchflutet. Nach dem Reiki war ich top fit, voller Energie. Ich hätte Bäume ausreißen können.

Auch die dritte und vierte Behandlung haben für einen Energieschub gesorgt. Besonders in der vierten Behandlung spürte ich viel Wärme. Interessanterweise ist noch festzustellen, dass meine Magensäfte angeregt werden, sobald die Hände auf Brust und später auf dem Bauch aufgelegt werden. Mein Magen räuspert sich und knurrt die ganze Zeit. Und nach dem Reiki habe ich immer einen Mordshunger. 🙂

Nachtrag vom 2.August 2016

Ich hatte jetzt das erste Mal Reiki nach der Taxol-Gabe. Und diesmal gab es einen Unterschied. Obwohl die Hände der Behandlerin warm waren, spürte ich im Nacken (da wo ihre Hände lagen) eine Eiseskälte. Es war mir irgendwann so unangenehm, dass ich sie gebeten habe, an anderer Stelle weiterzumachen. Wir haben uns danach über dieses Phänomen unterhalten. Sie meinte, dass sie in ihren Händen zu diesem Zeitpunkt ein Stechen und Kribbeln in den Fingern gespürt habe.

Als dann ihre Hände auf meinem Oberkörper lagen, war mir etwas schwer auf der Brust. Das ging dann schnell wieder weg. Ansonsten war es wie immer. Nach der Behandlung fühlte ich mich ausgeruht und fit.

 

Was mich betrifft, ich kann REiki jedem empfehlen.

 


4 Gedanken zu “Die Reiki-Studie

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