Neues Lieblingswort: schrumpfen

Er schrumpft, sie schrumpft, es schrumpft – Knötchen schrumpft. Das hat die Ultraschalluntersuchung am Mittwoch ergeben.

Wenn man großzügig rechnet, dann ist die kleine Kröte in mir um 0,5 Zentimeter kleiner geworden. So genau ist das aufgrund der Form allerdings nicht festzumachen. Der Tumor ist ja nicht rund oder quadratisch. Aber es ist zu erkennen: Die Chemotherapie schlägt an. Das lässt hoffen auf mehr.

Nächste Chemo naht

Meine dritte Chemo erhalte ich nächsten Montag. Menno, die Urlaubswoche, wie ich sie nenne, geht von allen Chemowochen am schnellsten rum. Das ist die dritte Woche nach der Vergabe der Zytostatika. Die in der ich mich wohlfühle, in der ich die wenigsten Nebenwirkungen habe. Deshalb ist das wie Urlaub für mich.

Dagegen graut es mir schon vor nächster Woche. Auch wenn ich all die Chemie alles in allem gut wegstecke. Die erste Woche ist immer total zum piepen.

Der Geruchssinn entwickelt sich zu dem eines Wolfes, der Appetit ist quasi nicht vorhanden, bei manchen Lebensmitteln verzieht es mir das Gesicht, meine Mundschleimhaut löst sich, ich habe Durst wie eine Ziege.

Kein Urlaub im Urlaub

Weil die dritte Woche wie Urlaub ist, würde ich auch gerne in dieser Zeit mal verreisen. Aber meine Ärztin kann mir das GO nur geben, wenn die Leukozyten bei mindestens 2.000 sind und ein Brustkrebszentrum in der Nähe. Das kann ich dann wohl vergessen. Denn obwohl es mir in dieser Zeit am besten geht, sind meine Leukos immer auf dem niedrigsten Stand.

Diesmal sind sie bei 1.500, bei der 1. Chemo lagen sie bei knapp 1.300. Diese Werte bedeuten: aufpassen. Das Immunsystem ist lahmgelegt. Viren und Bakterien haben jetzt ein leichtes Spiel. Das kann mitunter gefährlich werden.

Da die Schutztruppe (Leukozyten) der Immunabwehr dezimiert ist, kann kein Artilleriefeuer erfolgen: Schutz- bzw. Abwehrmechanismen wie Fieber werden nicht ausgelöst. Eine Lungenentzündung ist deshalb vielleicht nicht gleich zu erkennen.

Der Plan ist also, das Ganze mit dem mal für zwei, drei Tage wegfahren auf die zweite Woche zu verlegen. Nur muss ich schauen, dass ich da auch keine Termine habe. Wie gesagt, keine Woche vergeht ohne Arzt- und Studienteilnahme-Termine. Allein in dieser Woche musste ich drei Mal zum Arzt und zur Reiki-Studie.

Übrigens werde ich den Artikel zur Reiki-Studie heute oder Morgen aktualisieren. Nur so viel vorneweg: Reiki lohnt sich.


2 Gedanken zu “Neues Lieblingswort: schrumpfen

  1. Du ärmste, voll schade, dass dir deine Ärztin keinen Urlaub genehmigt. Aber Urlaub und Abstand gewinnen zu all dem negativen und harten Alltag kann doch vielleicht auch die Leukozyten erhöhen! Oder nicht…immerhin sind wir früher auch schneller gesund geworden oder seltener krank, wenn wir uns im Urlaub mit schönen Dingen beschäftigen durften, schönes erleben und spüren durften. Da werden doch so viele Glückshormone frei gesetzt und das Immunsystems kann sich in Entspannung und Erholung am Leichtesten aufbauen…unter Stress und ständiger Konfrontation mit den ärztlichen Befunden und ständiger Angst und Anspannung kann ich mir zumindest leider weniger vorstellen, dass sich das Immunsystem wieder leicht aufbaut…

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