4. D-Day – es troppt

So langsam bin ich routiniert, was die Chemo angeht. Liste schreiben mit Fragen an den Arzt sowei Notizen zu den Rezepten, lieber daheim gut Frühstücken als in der Klinik, den Hut/ die Mütze des Tages raussuchen, vorher noch mal beim Joggen Kraft tanken und den Kopf freibekommen – und dann geht’s los.

Gestern hatte ich die 4. EC-Chemo. Und ich bin froh, dass ich die dann hintermir habe. Mir ging es bisher ja nicht sooo schlecht damit, aber es ist immer noch Chemo und für den Körper ein Kraftakt. Damit der das relativ gut übersteht, muss man schon einiges tun.

In der Klinik war es diesmal nicht so voll wie sonst. Dennoch hat es länger gedauert als bisher. Ganze 1,5 Stunden bin ich später rausgekommen. Ein paar vertraute Gesichter waren auch da – und eine neue Krebspatientin.

Sie hatte ganz dunkle Augen, war ziemlich doll geschminkt und hatte noch schönes langes schwarzes Haar. Man sah es ihr an, dass sie das alles ganz schön mitnimmt. Ihr Mann hielt Händchen mit ihr. Zum Glück hatte sie jemanden dabei. Das erste Mal ist so unheimlich, weil man ja nicht weiß, wie es am Ende sein wird.

Neben mir saßen zwei ältere Damen. Mit ihnen habe ich mich etwas unterhalten und so die Zeit totgeschlagen. Natürlich haben wir ein paar Anekdoten ausgetauscht – auch über die Vorgehensweisen der verschieden Brustzentren. Das hat mich in meiner Wahl noch mal bestätigt.

Ich wusste gar nicht, dass manche Brustzentren sich weigern, einen Port zu legen und die Zytostatika immer direkt in die Vene spritzen. Kopfschüttel. Denn erstens ist das ein ambulanter Eingriff von höchsten einer Stunde und zweitens schützt der Port ja die Vene.

Das Essen war mal wieder ecklig. Habe von dem Geschnetzelten fast nix runterbekommen. Die Kohlehydrate blieben sowieso liegen.

Ansonsten hatte die Schwestern uns allen noch ein kleines Werbeset von La Roche hingestellt. Darin sind drei Proben von Cremes, die die Haut während der Chemo pflegen und schützen sollen.

Nach etwa 2,5 Stunden am Tropf war alles vorbei. Jetzt kommt die nächste Routine: Zwei Tage viel Schlaf, Tabletten einwerfen, zum Reiki gehen und keine Kohlehydrate essen. Na dann…

 

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2 Gedanken zu “4. D-Day – es troppt

  1. Keinen Port legen? Das lese ich zum ersten mal, dass es sowas gibt… so unterschiedlich sind die Behandlungen. Hoffe, dass du die letze EC-Chemo genau so gut wegsteckst wie die anderen. Hab ein schönes Wochenende! 🙃

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