7. D-Day und ein Cut

Diesmal bin ich spät dran mit dem Bericht über die letzte Chemo. Nun, es gibt eben viel zu tun und die Zeit rennt, rennt und rennt.

Also, wo fange ich an? Diese Woche sollte ich das erste Mal an einem Dienstag Chemo bekommen. Montag war demnach krankenhausfrei eingeplant und damit eine Wandertour mit meinen Freunden. Doch der Plan ging nicht auf. Ich habe lieber das Krankenhaus gewählt. Das Schwabinger Krankenhaus, besser gesagt die Notaufnahme.

Ich bin nämlich, ich darfs es eigentlich nicht sagen, über meine eigenen Füße gestolpert und auf mein Kinn gefallen. Mei, hat das geblutet. Weil ich ja gerade Chemo bekomme und nicht wusste, wie schlimm das alles ist, habe ich den Notarzt gerufen. Und in Nullkommanix war ich in der Klinik.

Jahrestag in der Notaufnahme

Ich hatte ja auch Jahrestag. Genau vor zwei Jahren war ich dort in der Notaufnahme, weil ich mit dem Rad einen Unfall und mich am Kopf gestoßen hatte. Das muss natürlich gebührend gefeiert werden. Am besten mit einer Wunde, die genäht werden musste. Hach, Jahrestage. So schön nostalgisch…

Vier Stiche (einer für die Betäubungsspritze) später und ich durfte wieder nach Hause. Ich wollte nun allen erzählen, dass ich einen Straßenkampf hatte. Im Grunde ist das noch nicht mal gelogen. Die Straße hat auch noch gewonnen. Ich bin dann lieber bei der Wahrheit geblieben. Zu dumm so etwas. Hüstel, hüstel.

Chemotag nach Plan

Nach all dem Schreck war an große Unternehmungen am Montag nicht mehr zu denken. Am Dienstag ging es dann zur Chemo. Ob das geht nach dem Sturz, hatte ich gleich am Montag noch mit dem Arzt abgesprochen. Schade, dass ich keinen Piratenhut habe. Der hätte meinem Aussehen mit dem Kinn noch etwas Verwegenes verpasst. So habe ich mich dann diesmal für ein mondänes Outfit entschieden. Großer blauer Hut von Sandra D..

Ok, der sollte aufgrund seiner Größe optisch vom Kinn ablenken. Hat leider nur bedingt geholfen. 😉

Diesmal ging es auf der Chemo-Station recht zügig voran. Nur eine Stunde Wartezeit. Das ist normal und hat mich nicht gejuckt. Ich hab die Wartezeit im Freien verbracht und bisschen Blog geschrieben. Meine Blutwerte waren super. Die Wunde am Kinn wollen die Ärzte im Auge bahlten. Durch die Chemo ist die Wundheilung nicht so zügig. Eventuell müssen die Fäden daher länger als sieben Tage bleiben.

Nach dem Taxol war ich gegen halb drei wieder draußen. Dann ab nach Hause und aufs Sofa gelümmelt. Was für ein Wochenstart…

 

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