Screening – good news

Ich hatte am Mittwoch noch einmal ein Screening bzw. Ultraschall. Eigentlich sollte das Ergebnis schon am Dienstag feststehen. Doch in der Sono konnte meine Ärztin den Clip nicht finden, also jenes Titan-Teil, das genau ins Zentrum des Tumors gesetzt wurde, damit man nach der Chemo das Tumor-Areal identifizieren kann.

20 Minuten suchte die Ärztin am Dienstag nach dem Clip. Nada, nix. Ich konnte ihn auf dem Monitor auch nicht sehen. Dafür aber einen dunklen Fleck, der in der Form meinem Knötchen doch sehr, sehr ähnlich sah. Auch Frau Doctor dachte, es wäre der Tumor. Also hatte sie schon zum Markieren angesetzt. Es dann aber wieder sein lassen – weil der Clip nicht zu sehen war. Blöd nur, dass ich wirklich dachte, es sei Knötchen und die Aufnahme danach aussah, als sei der Tumor gewachsen. :/

Laut Ärztin sei es manchmal schwierig, den Titan-Clip zu erkennen – nämlich dann, wenn gesundes, helles Gewebe ihn überdeckt.

Clip gefunden

Nach einer schlaflosen Nacht bin ich wieder in die Klinik zum Ultraschall. Diesmal hat mich eine andere Ärztin untersucht. Der Clip wurde sofort gefunden. Und zwar ohne Knötchen-Zellen drumherum. Ihr werdet jetzt alle denken: geil, juchhu. Aber so einfach ist das alles nicht, weil die Sono nicht hundertprozentig eine Diagnose geben kann. Warum?

Offenbar sind noch Krebszellen vorhanden. Nur kann man die jetzt nicht mehr so genau von gesundem (angrenzendem) Gewebe wie Fettgewebe unterscheiden, so die Ärzte. Denn die Chemo hat Knötchen wohl nicht nur schrumpfen lassen, sondern auch „matschig gemacht“. Die Aufnahme der Durchblutung der Stelle zeigte dann auch, dass anzunehmen ist, dass da noch Zellen übrig sind. Denn Krebs führt wohl zu einer vermehrten Durchblutung des Areals, weil die Zellen Energie brauchen.

Rein theoretisch besteht auch die Möglichkeit, dass der Clip gewandert ist, außerdem eine verschwindend geringe Chance, dass er vielleicht falsch eingesetzt wurde. Was ich aber nicht glaube. Die Ärzte am MRI sind sehr gut und verstehen ihr Handwerk. Und ich vertraue ihnen. Ich will nur aufzeigen, dass momentan viele Eventualitäten bestehen. Deshalb sind die Ärzte auch sehr vorsichtig mit ihren Aussagen und formulieren am liebsten im Konjunktiv: „Es sieht so aus, als wäre der Tumor geschrumpft.“

Klarheit kann nur ein MRT geben. Und das wiederum kann erst nach meiner Chemo gemacht werden. Also heißt es jetzt noch sechs Wochen warten, das Beste hoffen und weiter Knötchen in den Allerwertesten treten. Aber alles in allem sind das doch positive Nachrichten.

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2 Gedanken zu “Screening – good news

  1. Hallo,
    ich bin auch aus München und habe meine BK Diagnose auch im APril 2016 bekommen. Auch ich arbeite weiter (soweit es geht).
    Wenn Du Lust auf einen Austausch hast, melde Dich.
    LG

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  2. Hey, zunächst einmal: ein toller Blog!

    Ein bildgebendes Verfahren alleine ist wirklich nicht eindeutig genug. Bei mir war der Fall, dass es vor meiner Tumor-OP ein MRT gab bei dem ein Befund in der gesunden Brust entdeckt worden ist. Auf dem Ultraschall konnte man nichts sehen. Auch ein MRT alleine kann etwas anzeigen was sich als harmlos am Ende herausstellt. Naja bei mir war’s dann ne Entzündung. Was ich sagen will, es geht eigentlich alles nach einem logischen Plan. Du kannst dich also „zurück lehnen“ die Chemo stoppt ja erstmal die kaputten Zellen am Ammocklaufen und wichtig ist ja den Marker für die OP wieder zu finden, wenn es soweit ist und eine OP angedacht ist. Die Marker werden eh generell bei Tumoren angewand die klein sind..Ich glaube manche behalten die Marker auch einfach drin, wenn nicht operiert werden muss, zumindest sind mir da paar Leute mal begegnet..Ich hatte keinen, dafür war meine Schakeline einfach nicht wegzukriegen und unübersehbar :D. Lg Onko

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