Die letzten Chemo-Wochen 18 – 24

Die Chemo-Therapie ist fast zu Ende. Wie schnell doch so ein Horror vorbeigehen kann. Das hatte ich nicht erwartet. Auch nicht, dass ich es alles in allem so gut überstehen werde. Nun gut, natürlich muss man das relativieren. Denn ich bin nicht vor diversen Nebenwirkungen der Chemo verschont geblieben.

Vor allem habe ich inzwischen das „ugly“ stage erreicht: keine Augenbrauen, eine fiese Chemo-Akne, aufgequollene Lider, ein aufgequollenes Gesicht, ein wenig Haarflaum … Zum Glück gibt es Make-up. Und Gott sei dank kann ich damit umgehen. Glücklich bin ich vor allem über meine Schminke von Anastasia. Meine Freundin Caro hat mir ein neues Augenbrauengel aus Vegas mitgebracht, das in Deutschland teuer ist. In den USA kostet es um die 20 Dollar. Bei Douglas um die 30 Euro. Dieses Gel ist der Hammer. Ruck zuck lassen sich damit die Augenbrauen nachzeichnen. I love it.

Gegen die Akne habe ich auch tolle Mittel. (Findet ihr im Blog über Nebenwirkungen aufgelistet) Nach einer Woche ist fast alles wieder weg. Dumm nur, dass dann die nächste Chemo ansteht und die Pickel schwups am nächsten Tag wieder da sind. Ätzend.

Podologin – Krankenkasse zahlt nicht

Daneben machen mir das ständige Nasenbluten und unangenehmen Darmtätigkeiten zu schaffen. Blöd ist gerade, dass ich nicht Joggen gehen kann. Mein kleiner Zeh hat irgendetwas abbekommen und tut weh. Ich war auch schon bei der Podologin. Die weiß aber auch nicht genau, was es ist und hat den Nagel erst einmal abgeschliffen, um Druck von ihm zu nehmen. Nun ist er fast schwarz. 😦 Und zahlen musste ich den ganzen Spaß auch selbst, denn die Krankenkasse übernimmt das nicht – auch wenn der Arzt ein Rezept dafür ausgestellt hat. Damit das getragen wird, müsste ich Diabetes haben. Verrückt, dieses Gesundheitssystem. Und ich dachte immer, Rezept ist Rezept…

Im Prinzip bin ich froh, dass in einer Woche alles sein Ende hat. Noch einmal Chemo und dann habe ich es geschafft. Allerdings – und das klingt irgendwie schräg – auch mit etwas Wehmut. Warum denn das, mögt Ihr Euch fragen. Nun, es ist so: Nach ein paar Gaben Chemo gewöhnt man sich irgendwie an die Sache, man hat regelmäßige Termine, weiß, was auf einen zukommt, richtet sich irgendwie gut darauf ein. Die Nebenwirkungen lassen sich gut behandeln.

Nach der Chemo

Nach der Chemo ist aber vor der Brust-OP. Und das ist für mich noch eine große Unbekannte. Auch die Bestrahlung danach. Kurz: Ich habe Schiss. Davor, dass die mir zu wenig wegschnippeln, dass die mir zu viel wegschnippeln, dass es hinterher furchtbar aussehen wird, dass ich ein Lymphödem bekomme, ja und auch, dass ich während der OP oder danach hops gehe. All das geht mir durch den Kopf. Furchtbar.

Bald werde ich zum MRT gehen und dann mit dem Chirurgen über die Operation sprechen. Und mir eine Zweitmeinung in einer anderen Klinik einholen.

 

 

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