Endlich wieder Sport!

Es ist soweit. Ich darf wieder Sport machen. Sogar Skifahren, aber nur langsam und am besten mit wenigEn Menschen auf der Piste. Weil Sport mir extrem gut tut und den Heilungschancen damit zuträglich. Mein Arzt hat mir vor einer Woche das OK gegeben. Wie mich das freut. Jippii.

Gleichzeitig merke ich, was das bedeutet. Wieder anzufangen ist sau schwer. Da ist der miese Schweinehund, der so laut bellt, dass man lieber klein beigeben möchte. Jetzt sitze ich daheim vor meinem Mac, in voller Sportmontur und was tue ich: Mich drücken, indem ich Blog schreibe…

Und: Da ist die miese körperliche Konstitution. Sie ist nach drei Monaten Sport-Abstinenz wirklich schlecht. Der Körper baut so schnell ab. Das habe ich gerade in den letzten Tagen gemerkt.

Die Fatigue unter der Strahlentherapie nimmt langsam überhand: Meine Beine sind schnell kaputt und mich übermannt ganz oft die Müdigkeit. Viel machen will ich dann nicht mehr. Ich fühle mich krank. Viel kränker als wärend der Chemotherapie. Immer nur Spazieren gehen, auch wenn das 10.000 Schritte täglich sind, hält den körperlichen „Verfall“ einfach nicht auf. Beileibe nicht.

Also muss mein Wille stärker sein als der Schweinehund und meine lazy Mood. Und weil ich weiß, was mir in der ganzen Zeit der zehn Monate geholfen hat, habe ich eindringlich mit meinem Strahlen-Doc gesprochen. Es war gar nicht schwer, sein Einverständnis für mehr körperliche Aktivität zu bekommen. Naja, die OP ist jetzt auch fast drei Monate her und die Strahlentherapie am Ende. Für die lädierte Haut hat es außerdem ein sehr teures Pflaster gegeben. Die kann sich damit gut erholen.

So, jetzt heißt es, aufbauen. Muskelmasse und Ausdauer. Und Endorphine für meine gute Laune. Ich hoffe, dass dadurch auch endlich die blöden Nachwehen der Chemo weggehen. Vor allem meine Rückenschmerzen. Ich kann nicht länger als 30 Minuten auf einem Stuhl sitzen ohne, dass es schmerzt. Das nervt langsam. Ich kann auch nicht den ganzen Tag laufen, damit es nicht zwackt oder mir ständig die Wärmflasche auf den Rücken legen.

Ich versuche es jetzt also wieder mit Sport. Sollte es wider Erwarten nichts nützen, werde ich es mit Akupunktur und/ oder Osteopathie probieren. Nützt ja nichts. So bleiben kann das einfach nicht. So, und nun auf, nach draußen! Grrrr

Anmerkung: Das ist hier Jammern auf ganz hohem Niveau. I know. Im Grunde geht es mir den Umständen entsprechend gut. Vor allem mental. Meine Fitness hat eben gelitten, und das bedauere ich. Weil ich so stolz darauf war und ich gebe es zu, eine Sportfanatikerin. Zum Glück weiß ich, dass das kein Dauerzustand sein wird. Ich muss nur anfangen anzufangen. Also auf nach draußen! 😉

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