Mein Gesundheitsprogramm – ein Update

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Heute starte ich mit dieser Phrase in meinen neuen Blog. Weil es den Nagel auf den Kopf trifft. Oh je, schon wieder … Fünf Euro ins Phrasenschwein bitte. 🙂 Also, was ich sagen will, es geht voran mit meinem Gesundheitsprogramm.

Ich habe es Ende April/ Anfang Mai begonnen. Noch immer macht es mir Spaß und es zeigen sich erste Erfolge. Natürlich muss ich gestehen, ich bin nicht ganz so konsequent, wie ich es gerne sein möchte. Aber manchmal muss ich auch mal fünf grade sein lassen. Denn ein Zwang soll es nicht werden, sondern weiterhin Freude bereiten.

Das Programm

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich nach den großen T’s (=Therapien: Chemo, OP, Bestrahlung) körperlich ganz schön schwach war. Dies war der Status:

  • Rückenschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Müdigkeit
  • 3 Kilo zu viel
  • Wassereinlagerungen
  • Blutwerte leicht unter Normalwerten

Dem setzte ich ein Sport- und Ernährungsprogramm entgegen:

  • 3 mal wöchentlich Walken/ Joggen für 45 Minuten
  • 3 mal wöchentlich ein spezielles Workout zur gezielten Muskelstärkung
  • 1 mal wöchentlich Qigong
  • 80 Prozent ketogen
  • 3 mal am Tag essen (alle vier Stunden)
  • spezielle Rezepte für jeden Tag (siehe Rezepte)
  • 1 MSM-Tablette für Gelenke täglich
  • 1 Kurkuma-Tablette mit Pfeffer gegen Krebszellen täglich
  • 1 VitaminD-Tablette (20.000) wöchentlich
  • Floradix
  • Salbeitee
  • Brennesseltee
  • empfohlene Lebensmittel für den Tag: Kokosöl nativ, Leinöl, Leinsamen, Granatapfelsaft, Beeren, Haferflocken, Kurkuma mit Pfeffer, Knoblauch, Sanddorn, Zwiebeln u.v.m.

Was sich prima umsetzen lässt, ist der tägliche Sport. Ich takte nichts strikt, sondern schaue jeden Tag, worauf ich gerade Lust habe. Zusätzlich achte ich darauf, dass ich mindestens meine 10.000 Schritte täglich gehe.

Hier meine aktuellen Werte (Durchschnitt):

  • Aktivitätsenergie: 528 kcal
  • Ruheenergie: 1543 kcal
  • Strecke: 11,2 km
  • Schritte: 15.000
  • Trainings: 36 Minuten

Damit bin ich mehr als zufrieden. Vor allem dass mein Motor (Ruheenergie) bereits ein paar PS mehr hat. Noch 200 kcal und ich bin in meinem normalen Bereich. Anfang des Jahres lag meine Ruheenergie bei 1100 kcal. Viel zu wenig. Der Stoffwechsel war ganz schön im A… Dass er jetzt wieder stärker wird, liegt am routinierten essen. Ich esse fast nur noch im Rhythmus des Stoffwechsels – also alle vier Stunden und nur drei Mahlzeiten am Tag. Ich muss sagen, das klappt sehr gut. Nur ab und an geht es nicht, dann wenn man unterwegs ist, sich mit Freunden trifft. Da gibt es schon mal hier und da eine kleine Ausnahme.

Überhaupt ist das mit der Ernährung manchmal noch schwer. Ketogen im Sinne von 80:20 schaffe ich kaum. Wie ging das während der Chemo nur??? Dafür achte ich aber zumindest darauf, Kohlehydrate nur morgens und mittags zu futtern.

Der Rest meines Ernährungsplanes funktioniert dank Wochenplaner sehr, sehr gut.  Hier und da vergesse ich mal die MSM-Tablette oder den Granatapfelsaft. Aber sonst bin ich da sehr gut dabei. Seit einer Woche habe ich meinen Plan noch erweitert um folgende Punkte:

5 Paranüsse am Tag. Die enthalten Selen. Meine Brust war ja mega angeschwollen und ich hatte in einem Buch aus der Klinik gelesen, dass Selen Ödeme positiv beeinflusst. Da die Lymphdranaige nicht den gewünschten Effekt hatte, habe ich angefangen, Paranüsse zu futtern. Und siehe da, die Brust schwillt ab und wird weich. 🙂 Keine Ahnung, ob das ausschließlich am Selen also an den Nüssen lag, aber hey, ich futtere jetzt munter weiter. Schmecken ja auch und sollen obendrein das Immunsystem stärken und auch gegen Krebszellen helfen.

1 Glas frisch gepresster Zitronensaft mit Mineralwasser. Es gibt diverse Studien, die konstatieren, dass Zitronen gut gegen Krebs sind. So sollen die enthaltenen Limonoide zytotoxische und Aromatase-hemmende Wirkung zeigen. Außerdem soll Vitamin C – allerdings in hohen Dosen – Krebszellen den Garaus machen. Ich habe mich mit diesem Thema noch nicht ganz so akribisch auseinandergesetzt, also noch nicht dezidiert Studien gewälzt. Aber muss ich auch nicht, weil ich den Saft einfach lecker finde. Punkt, aus. Allein die Vorstellung, er könnte helfen, reicht mir. 😉

Ein mal wöchentlich Akupunktur für insgesamt acht Wochen. Oh man, das wird teuer. Aber ich lebe nur einmal. Und ich habe wirklich eine gute Ärztin, die mich mit TCM therapiert. Meine Frau Dr. ist eine richtige Koryphäe, ach was, sie ist die Expertin schlechthin. Ich liebe sie. So, nun ist es raus. Ich mache ja schon seit Wochen therapeutisches Qigong  nach Prof. Liu Ya Fei bei ihr und habe ganz tolle Erlebnisse und Ergebnisse dadurch. Ich kann nur sagen, dass sie das großartig macht im Gegensatz zu den Fitnesstrainern, die mal einen Aufbaukurs gemacht und sich jetzt Qigonglehrer nennen. Es gibt wirklich große Unterschiede.

Meine Frau Dr. und ich haben nun also angefangen, für mich ein TCM-Programm aufzustellen. Das besteht zunächst aus Akupunktur gefolgt von Kräutertherapie. Und was soll ich sagen? Allein die Anamnese hat mich zum Staunen gebracht. Was sie alles gesehen hat. Unfassbar. Da denkt man fast, das wäre Magie. Nur so viel: Sie wusste dass ich gerade Kaffee und Zitronensaft getrunken hatte, dass ich hin und wieder Ohrensausen habe und noch andere Dinge, die ich hier jetzt nicht erwähnen will. Wir haben dann auch gleich mit der Akupunktur gestartet. Und danach hatte ich schon keine Rückenschmerzen mehr. Ich wusste ja, dass es hilft, aber so schnell… Ich bin immer noch perplex. Und hoffe, dass dieser Effekt bis zur nächsten Sitzung noch etwas anhält. Wohlgemerkt: Ich habe seit Oktober im LWS ganz miese Schmerzen. Nur bei Bewegung nicht. Wie gesagt, ich liebe sie, die Frau Dr.. Sie hat mir auch noch Nadeln in die Ohren gepikst für daheim. Ich muss mehrmals täglich diese Pflasternadeln für 25 Sekunden drücken. Autsch.

Mein aktuelle Zustand:

  • weniger Rückenschmerzen
  • viel weniger Muskelschmerzen
  • Brustgröße normalisiert sich
  • Lymphödem in der Hand weniger stark ausgeprägt
  • Grundumsatz steigt
  • Müdigkeit vor allem noch am Nachmittag stark vorhanden
  • Gewicht schwankt, aber etwa ein Kilo weniger
  • mehr Energie, mehr Muskeln, Leistungsvermögen ist gestiegen

Fazit: It works. Und ich bin happy. Ich hoffe, dass ich in ein paar Wochen richtig fit sein werde ohne Schmerzen. Dass ich gestärkt in den normalen Alltag zurückfinde und zwar mit viel, viel weniger Therapien. Mein Ziel: Nur noch ein mal wöchentlich Lymphdrainage und jeden Donnerstag Qigong. Das ist mein Traum.


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