Nachsorge ist Vorsorge

Termine, die an sich keiner will, die aber absolut notwendig sind, sind Nachsorge- und Vorsorgetermine nach einer Antikrebstherapie. Mich hat es diese Woche erwischt. Drei mal saß ich bei Ärzten und habe gezittert.

Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag hatte ich meine Nach- und Vorsorgetermine. Da wird gescannt, gedrückt, gefragt und geschaut. Oben, unten, im Norden und Süden, an den Polkappen. Oh man.

Angespannt war ich nur während der Untersuchungen. Auf die Monitore schauen wollte ich nicht. Denn da kam die Angst. Ich weiß noch genau, wie Krötchen ausgesehen hatte. Wie die Form eines Schuhs, eines Slippers. Ich will das nie mehr sehen, dachte ich. Doch meine Frau Dr. Komplementärmedizin von der Uni-Klinik wollte mir unbedingt zeigen, wie es im Norden momentan aussieht.

Gut sieht es aus. Die Haut ist nur von der Bestrahlung etwas dicker. Und man kann das Ödem gut sehen. Meine Narbe sieht man kaum und die Form der Brust hat sich super entwickelt. Und sonst ist da nix. Puh! Erster Termin rum. Alles gut. Gefühlt hatte ich das schon. Doch wie sehr kann man darauf noch vertrauen? Auf das Gefühl, alles ist gut.

Am Mittwoch ging es dann zur Darmkrebsvorsorge. Ich berichtete schon, dass ich mich diesbezüglich etwas sorge. Allerdings wusste ich auch, dass Taxol und Herceptin für entsprechende Nebenwirkungen bekannt sind. Ich wollte es dennoch abklären lassen.

Vor dem Termin bei der Proktologin war ich angespannter als vor dem bei der Nachsorge. Zum einen ist das keine schöne Untersuchung, zum anderen hatte ich schon bissel Angst, da könnte etwas sein. Am Ende der 10 Minuten bei Frau Dr. gab es Entwarnung. Alles gut. Darauf ein Glas Wein mit Freunden und dann ein Gespräch mit meiner Psycho-Onkologin. Der Tag war gut gelaufen und ich am Ende happy.

Am Donnerstag gab es noch eine Untersuchung bei meiner Gyn. Auch im Süden alles okay. Yes!

Nach den drei Tagen fielen mir Steine, ach was sage ich, ganze Felsbrocken von meinem Herzen. Obwohl ich vor den Untersuchungen gut schlafen konnte, war ich doch jedes Mal innerlich total angespannt. Hätte ich einen Pfeil abschießen können, wäre der wahrscheinlich bis nach China geflogen, so viel Zug war auf meinem inneren Bogen.

Der nächste Termin wird ein Kontrolltermin beim Kardiologen sein. Nach drei Monaten geht es dann wieder zu meiner Gyn und im Januar dann das erste MRT.

 

 

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