Mehr Sport bitte

Diese Woche ist mir etwas klar geworden: Das „neue“ Leben ist sehr schön. Insgesamt aber auch sehr anstrengend. Während ich mir viele Alltagsdinge zurückerobert habe, kommen mein Sport und die gesunde Ernährung leider etwas zu kurz. Und ich frage mich, wie lässt sich das alles gut meistern, ohne dass es am Ende Stress bedeutet?

Die Tage sind lang, sehr lang. Viel länger als im letzten 1,5 Jahr. Ich schaffe an einem Tag viel, aber nicht genug. Wichtiges geht dabei unter.

Zum Beispiel hatte ich mir vorgenommen, vor der Arbeit Sport zu machen. Das gelang mir eine Zeit lang ganz gut. Sicher auch, weil die Jahreszeit mitgespielt hatte. Frühmorgens zu Joggen liebe ich. Nun geht sich das nicht mehr aus. Es ist dunkel draußen und kalt. Das macht mir keinen Spaß.

Aber ich mache therapeutisches Qigong – jedoch nur einmal in der Woche. Und dafür fange ich schon 7:30 Uhr an zu arbeiten. Der Wecker klingelt 5:30 Uhr. In diesen sauren Apfel muss ich beißen, sonst schaffe ich den Termin um 17:00 Uhr bei der Frau Lieblings-Doktor nicht.

Auch 10.000 Schritte am Tag sind nicht immer drin. Ich bin den ganzen Tag am Schreibtisch. Und ich gebe es zu: Mittags sitze ich lieber mit den Kollegen beim Essen als bei Wind und Regen durch den Olypark zu spazieren. Jetzt könnte man sagen, der Tag ist ja nach der Arbeit noch nicht vorbei.  Stimmt! Allerdings habe ich in der Woche noch zwei Therapie-Termine à 1 Stunden, dazu kommen ab und an ein Buch-Meeting oder ich treffe mich mit Freunden. Kinodienstag mit meinem Kumpel Stephan etwa ist fast immer gesetzt.

An jedem einzelnen Abend bin ich verplant und immer so platt, dass ich noch nicht mal etwas esse.

Apropos Essen: Auch hier fällt mir auf, dass es nicht so läuft, wie ich mir das gewünscht hatte. Aufs Kantinenessen wollte ich ja verzichten, aber es ist um soooo vieles einfacher, sich etwas zu holen als am Abend noch zu kochen. Denkt man. Naja, zumindest beim Frühstück klappt das mit der gesunden Kost sehr gut. Und drei Mal in der Woche spendiert der Arbeitgeber Obst. Wenigstens das kommt nicht zu kurz.

Im Gegensatz zur Arbeitswoche funktioniert es am Wochenende ganz gut mit Sport und gesunder Ernährung. Und ich nehme mir auch ganz viel Zeit fürs Rumgammeln.

Und an sich finde ich meinen Tagesablauf alles in allem ganz gut. Genauso soll es sein: ein fast normaler Alltag eben – nur bitte mit etwas mehr Sport und gesünderer Ernährung.

Heute lasse ich mal meine grauen Zellen arbeiten. Vielleicht fällt mir ja etwas ein, wie ich Lieblingsdinge wie Sport und Kochen besser integrieren kann. Wo ein Wille da ein Weg. Und wer gute Tipps für mich hat: immer her damit. 😉

Für heute zumindest ist der erste Fitness-Studio-Termin eingeplant seit der Diagnose im April 2016. Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß bestimmt: Den Tumor hatte ich dort unter der Dusche entdeckt. Seit dem habe ich das Studio gemieden wie der Teufel das Weihwasser …

 

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Ein Gedanke zu “Mehr Sport bitte

  1. Mach dir nur keinen Stress, denn der ist „gefährlich“! Du musst dich in erster Linie wohlfühlen in deiner Haut, wenn es gut läuft…“glücklich“ sein im jetzt….ganz wichtig für die Botenstoffe. Gesunde Ernährung sollte sein, aber auch hier mache ich, gerade jetzt zur Weihnachtszeit, einige Ausnahmen. Sport sollte 1-2x die Woche drin sein, sonst eben viel zu Fuß gehen, Schrittanzahl wöchentlich steigern! Nur nichts übertreiben!! So mach` ich es und es macht mich glücklich…Ziel erreicht!

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