Ausgepowert und krank

Die Zeit rast. Arzt- und Therapie-Termine kommen und gehen, die Arbeit zehrt an meinen Kräften. Ich fühle mich viel schlapper als während meiner gesamten Therapie. Deshalb habe ich mal wieder ein paar Tage Urlaub genommen.

Doch erholsam ist der Urlaub nicht so wirklich. Ich hatte viele Termine wahrgenommen, die ich sonst nicht hinbekomme neben der Arbeit. So war mal wieder Nachsorge um Nachsorge fällig: Gynäkologe, Proktologe, Hautarzt … So geht das also immer weiter.

Jetzt fehlen nur noch Kardiologe und Radiologe. Dafür muss ich noch Termine machen. Und der ganze Alltagskram wie Reifen wechseln, Besorgungen machen kommt auch noch hinzu.

Was soll ich sagen, die Zeit fliegt wie noch nie. Und krank war ich in meinem Urlaub auch gleich noch. Eine fiese Blasenentzündung hat mich zu Beginn heimgesucht. So etwas hatte ich noch nie. Meine Ärztin meinte, mein Immunsystem sei noch so geschwächt, da reiche jedes Frösteln. Mmmh, stimmt. Ich hatte an der Arbeit mega gefroren, weil die Klimaanlage früh am Morgen sau kalt eingestellt war. Bis die wieder auf Normaltemperatur lief, dauerte es. Großraumbüro sag‘ ich nur.

Und ich hatte sogar meine Uggs an. Wer diese Schuhe kennt, weiß: Man friert einfach nicht darin. Eigentlich. Da mich mein Chef gleich zum Arbeitseinstieg schön unter die Klimaanlage mit den ganzen Luftschlitzen platziert hat, kein Wunder. Also werde ich das Thema jetzt noch mal angehen. Ich werde auf keinen Fall noch mal frieren wollen. Eine Blasenentzündung ist die Hölle. Die Schmerzen waren kaum auszuhalten. Mal von dem ganzen Aufs-Klo-Gerenne abgesehen. Und by the way: Meine ganzen Abwehrkämpfer werden eigentlich an anderer Stelle gebraucht.

Jetzt habe ich noch vier Tage Urlaub und danach muss ich das Thema angehen.

Nach all dem Gejammere gibt es auch sehr Schönes zu berichten. Ich hatte einen ganz tollen, super schönen Geburtstag. Die meisten meiner engsten und liebsten Freunde haben ihn mit mir gefeiert. Und ich war mega glücklich, sie an diesem Tag um mich zu haben.

Viele meiner Freunde waren mir während der Therapie eine große Hilfe und Stütze. Und es war der erste Geburtstag nach meiner Therapie. Ein after-cancer-birthday also, ein fast normaler Bday. Das hat mich ganz schön emotional werden lassen. Ich musste alle mehrfach drücken. Und es war echt toll, dass sich alle so gut verstanden habe. Viele kannten sich ja noch nicht.

Die restlichen Tage Urlaub werde ich gechillt mit etwas Sport und Buch-Arbeit verbringen. Und vielleicht ist noch eine kleine Shopping-Tour drin 😉 Hüstel, hüstel …

 

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3 Gedanken zu “Ausgepowert und krank

  1. Meine liebe Fabienne! Alles Gute nachträglich 🙂
    Wenn ich deine tollen Beiträge lese, denke ich mir oft: Du wolltest doch nicht mehr so viel Stress haben. Was ist aus dem Vorhaben geworden? Vielleicht ist es an der Zeit, wieder kürzer zu treten? Weniger arbeiten? Neuer Job? Irgendeine Lösung wird sich sicher finden lassen – denn deine Gesundheit hat ganz klar Priorität.

    Liebe Grüße und bis bald
    silke

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  2. hey liebe fabi! puh wem sagst du das… an manchen tagen fühle ich mich mehr kaputt als jemals während der therapie. ich finde es alles andere als leicht. dabei arbeite ich nur 4 tage die woche. hab nen guten ernährungsplan und versuch mich mit bewegung. und trotzdem ist es so ein wahnsinnig großer unterschied, ob man nur einen therapiealltag hat und sich auf sich selbst konzentrieren kann oder das leben danach in dem man alles was war und den alltag unter einen hut bingen muss. ich denke auch, dass es iwann besser und einfacher wird 🍀😘

    Gefällt 1 Person

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